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System Management Services

Damit IT-Organisationen den Anforderungen resilienter Infrastruktur Umgebungen von der Bereitstellung bis und mit Betrieb erfüllen können, sind nebst der reinen Bereitstellung einer virtuellen Maschine (VM) zusätzlich eine Reihe von Seurity- und Monitoring-Aktivitäten notwendig.

Die System Management Services unterstützen Kunden, VM's und Anwendungen skalierbar auf Infrastruktur-Ebene resilient zu verwalten. Der Applikations Owner kann sich so einem Standard Tool-Set bedienen und sich ganz auf die Erfüllung seiner Kern-Elemente, der Verwaltung seiner Fachanwendungen, konzentrieren.

Die folgende Tabelle listet die einzelnen Services auf, die beim Kontrollieren und Steuern der Server und des Workloads in der ix.Cloud unterstützen.

Tabelle: System Management Services
Service Name Service Kurzbeschreibung
Managed OS Erhöht die Sicherheit und die Verfügbarkeit von Betriebssysteme.
Metrics Monitoring Überwachen von Server, Anwendungen und Dienste um die Leistung und Verfügbarkeit der IT-Dienstleistungen zu optimieren.
Software Deployment Dank zentraler Softwareverwaltung eine homogene und resiliente Plattform sicherstellen.
Software und Release-Zyklen Beschreibung über die Software-Repositories, den Umgang mit 3rd Party Software sowie die Support- und Release-Zyklen von Linux- und Windows-Betriebssystemen.

Managed OS

Managed OS ist ein optionales Add-On für Virtual Machines (VM), die mit einem Inventx Owned OS betrieben werden. Wird dieses Add-On auf einer VM aktiviert, übernimmt Inventx Aktivitäten, die zur Erhöhung der Sicherheit und Verfügbarkeit des Betriebssystems beitragen.

Service Architektur

Managed OS Service Architecture
Bild: Managed OS Service Architektur

Service Umfang

Tabelle: Managed OS Service Umfang
Leistungsmerkmale Windows Linux
Patching
Monitoring
Protection

Service Optionen

Patching Addon System Update

Das Patching dient der kontinuierlichen Verbesserung von Stabilität, Sicherheit und Aktualität der Server-Betriebssysteme.

Das Addon System Update umfasst einen automatischen Update-Prozess, der alle vom Hersteller freigegebenen Software-Updates berücksichtigt.

Tabelle: Managed OS - Patching
Leistungsmerkmale Windows Linux
Update Typen Fokus OS ohne nachträglich installierte Software durch den Kunden, d.h. mit IE ohne Frameworks.
  • Critical Updates
  • Security Updates
  • Service Pack
  • Update Rollup
Fokus OS mit aus RHEL-Repo nachträglich installierten Softwarepaketen.
Update Frequenz Monatlich gemäss definiertem Service Maintenance Windows und auf der VM konfiguriertem Patch-Day. Falls kein automatisches Patchen gewünscht wird, gibt es die Option "No Automatic Patch".
Update Zyklus Der Update-Prozess findet ein Mal im Monat statt und kann flexibel konfiguriert werden:
  • No Automatic Patch
    • Der System Owner übernimmt die Verantwortung für das Einspielen der Software-Updates.
  • Scheduling
    • Der System Owner wählt den gewünschten Tag und das gewünschte Zeitfenster, in dem der automatische Update-Prozess gestartet wird. Dabei konfiguriert der System Owner eine Response-Time (Verzögerung vom Tag der Inventx Patchfreigabe bis zur Installation).
    • Die Woche des zweiten Dienstags jeden Monats steht nur der Inventx zur Verfügung.
Out of Scheduled Release
Bild: Out of Scheduled Release
One Time Update Darüber hinaus kann der automatische Update-Prozess mittels der Funktion One Time Update jederzeit – auch ausserhalb der regulären Wartungsfenster – über das Cloud-Portal initiiert werden.
Das hierfür definierte Zeitfenster muss mindestens 30 Minuten in der Zukunft liegen und eine Mindestdauer von vier Stunden aufweisen.
Aktualisierte Produkte
  • Windows Server 2016 Core
  • Windows Server 2016 Desktop Experience (DX)
  • Windows Server 2019 Core
  • Windows Server 2019 Desktop Experience (DX)
  • Windows Server 2022 Core
  • Windows Server 2022 Desktop Experience (DX)
  • Windows Server 2025 Core
  • Windows Server 2025 Desktop Experience (DX)
  • Red Hat Enterprise Linux 8
  • Red Hat Enterprise Linux 9
  • Red Hat Enterprise Linux 10
  • Alma Linux 8
  • Alma Linux 9

:::info Critical Updates
System Management Services hält sich vor, auch ausserhalb der terminlichen Patchfreigabe (zweiter Dienstag des Monats plus ein Tag), Critical Updates freizugeben.
Nach einer ausserterminlichen Patchfreigabe stehen die Critical Updates allen Systemen zur Verfügung:

  • Systeme, welche zwischen der terminlichen und ausserterminlichen Patchfreigabe, bereits gepatcht wurden, können mittels One Time Update nachgezogen werden.
  • Systeme, die nach der ausserterminlichen Patchfreigabe gepatcht werden, erhalten direkten Zugriff auf die kritischen Updates.
:::
info

Um Sicherheitslücken schneller zu schliessen, werden Edge-Updates täglich auf dem WSUS-Server freigegeben.

Nach der Freigabe steht das Update der VM ohne Neustart zur Verfügung.

  • Das Update kann durch das monatliche Update oder ein One-Time Update installiert werden, was zu einem Neustart der VM führt.
  • Das Update kann manuell durch den User im OS installiert werden.
  • Als Alternative kann der Standard Scheduled Task durch den VM Owner für die Installation konfiguriert werden.

Monitoring

Monitoring ist die Überwachung von Vorgängen, durch systematische Erfassung, Messung und Beobachtung eines Vorgangs oder Prozesses mittels technischer Hilfsmittel. Auf Basis der gesammelten Messungen, lassen sich individuelle Alarmierungen einrichten und über einen präferierten Kommunikationskanal benachrichtigen.

Tabelle: Managed OS - Monitoring
Monitoring Windows & Linux
Virtuelle Maschine Aktive Überwachung des Performanceverhaltens (CPU/RAM/IOPS)
Gast Betriebssystem Aktive Überwachung und Betrieb des Gast-Betriebssystems
Nutzungs- und Leistungsverhalten Überwachen und optimieren des Nutzungs- und Leistungsverhaltens von allen Infrastruktur-Komponenten zur Sicherstellung der SLA-Vereinbarung und Vorschlägen von Verbesserungsmöglichkeiten

Protection

Endpoint Protection und Response (EDR)

Endpoint Detection and Response bietet erweiterte Angriffserkennungen, die nahezu in Echtzeit erfolgen und umsetzbar sind. Sicherheitsanalysten können Warnungen effektiv priorisieren, sich einen Überblick über das gesamte Ausmass eines Verstosses verschaffen und Reaktionsmassnahmen zur Behebung von Bedrohungen ergreifen.

Wenn eine Bedrohung erkannt wird, werden im System Warnungen erstellt, welche ein Analyst untersuchen kann. Warnungen mit denselben Angriffstechniken oder demselben Angreifer zugeordnet werden zu einer Entität zusammengefasst, die als Vorfall bezeichnet wird. Die Aggregation von Warnungen auf diese Weise erleichtert Analysten die gemeinsame Untersuchung und Reaktion auf Bedrohungen.

Tabelle: Managed OS – Protection EDR
Leistungsmerkmale Windows & Linux
Cloud Protection
  • Block Level
    • Hohe Blockierungsstufe, aggressives Blockieren unbekannten Elemente bei der Optimierung der Geräteleistung
  • Extended Timeout
    • Mit dieser Einstellung wird eine verdächtige Datei für eine gewisse Zeit blockiert, um eine zusätzliche Prüfung in der Cloud durchzuführen. Je länger die Blockierung dauert, desto mehr Zeit hat der Cloud Service für eine eingehende Untersuchung.
  • Protection
    • Microsoft MAPS ist die Online-Community, die Ihnen bei der Auswahl Ihrer Reaktion auf potenzielle Bedrohungen hilft.
Monitoring Die Verhaltensüberwachung in Echtzeit.
Scanning
  • Archivdateien wie PLZ- oder CAB-Format
  • Heruntergeladene Files und Anhänge
  • Scripts
  • Wechseldatenträger
Potenziell unerwünschte Anwendung (PUA) Der PUA-Schutz ist aktiviert. Potenziell unerwünschte Software wird blockiert.
Erkannte Elemente werden blockiert. Sie werden zusammen mit anderen Bedrohungen in der History auftauchen.
Quarantäne Für die folgenden Bedrohungen
  • Severe Severity
  • Moderate High Severity
  • Moderate Severity
  • Moderate Low Severity
Ausschlüsse Ausschlüsse (Exclusions) werden im Self-Service über ix.Cloud Portal vorgenommen.

Nur für Windows-Server
  • Auto Exclusions
Für Windows- und Linux-Server
  • Custom Exclusions
  • File Extensions und Folder Location Exclusions
  • Files opened by processes Exclusions
  • Contextual files and folder Exclusions
Betriebssysteme im Scope
  • Windows Server 2016 (SQL / Core / DX)
  • Windows Server 2019 (SQL / Core / DX)
  • Windows Server 2022 (SQL / Core / DX)
  • Windows Server 2025 (SQL / Core / DX)
  • Red Hat Enterprise Linux 8
  • Red Hat Enterprise Linux 9
  • Red Hat Enterprise Linux 10
  • AlmaLinux 8
  • AlmaLinux 9
Incident-Management Bei Entdeckung einer Bedrohung wird der Incident-Prozess durch einen gemäss definierten Security-Provider sichergestellt.
Reporting Ein Report wird durch dem vereinbartem Security-Provider ausgehändigt, der das überwachte System und die erkannte Malware ausweist.

Voraussetzungen

Damit Inventx, die in diesem Kapitel definierten Leistungen, ordnungsgemäss ausliefern kann, müssen folgende Rahmenbedingungen erfüllt sein

Voraussetzung Windows Linux
Die VM muss eingeschaltet sein
Die für den Service benötigten Systemkomponenten werden ausschliesslich durch Inventx konfiguriert Windows Update Agent
Die für den EDR-Service benötigte Azure Subscription wird durch Inventx auf dem Azure Kunden Tenant erstellt und verwaltet
Die für den Service benötigten Netzwerkziele sind von der VM aus erreichbar
Inventx kann über das Netzwerk auf die VM zugreifen WinRM und RDP SSH
Inventx kann via Service-Accounts mit benötigten Rechten auf die VM zugreifen Administrator-Rechte Root-Rechte
Der Kunde stellt sicher, dass die Disks auf der Systempartition immer genügend Speicherplatz haben und nicht durch Anwendungs-Daten und/oder Anwendungs-Logs vollgeschrieben werden
Zusätzliche Softwarekomponenten dürfen nicht auf den Systemen installiert werden, welche Komponenten zur Sicherstellung der Serviceumfangs beeinträchtigen (bspw. eigene Antiviren- oder Firewall-Software)
vorsicht

Der Kunde hat administrative Rechte im Betriebssystem und trägt dabei die volle Verantwortung für den Betrieb des virtuellen Servers, falls durch eine falsche Kundenaktion (z.B. Update des Betriebssystems) eine SLA-Verletzung geschieht.

Metrics Monitoring

Metriken zu geschäftskritischen Anwendungen sammeln und analysieren Daten, um dadurch die Leistung und Verfügbarkeit von IT-Dienstleistungen zu verbessern. Der Einsatz von Metriken ermöglicht ein proaktives Monitoring, Störungen lassen sich frühzeitig erkennen und über definierte Kontaktpunkte gezielt alarmieren.

Der Service "Metrics Monitoring" basiert auf einer hoch verfügbaren, skalierbaren und performanten Plattform und bietet dadurch die nötige Zuverlässigkeit, die von einer Monitoring Plattform gefordert wird. Inventx stellt mit diesem Plattform-Service alle notwendigen Komponenten rund um das Thema Metrics Monitoring sicher. Der Kunde kann sich somit voll und ganz auf die Überwachung seiner Anwendungen und Dienste konzentrieren.

Die Verrechnung erfolgt pro Subscription nach Active Series und Anzahl aktiver Benutzer pro Monat.

Service Architektur

Metrics Monitoring Service Architektur
Bild: Metrics Monitoring Service Architektur

Service Umfang

Tabelle: Metrics Monitoring Service Umfang
Leistungsmerkmale
Monitoring Agent
Time Series Database
Query Engine
Default Metrics & Dashboard
Custom Metrics & Dashboards
Custom Alerts & Notifications
Interfaces to Notification Channels
Notification Channels

Service Optionen

In den folgenden Kapiteln werden die einzelnen Optionen dieses Services genauer erläutert.

Monitoring Agent

Der "Monitoring Agent" ist für die Sammlung, Verarbeitung und anschliessender Weiterleitung an die TSDB zur Speicherung zuständig. Es handelt sich dabei um eine Software zur Überwachung des jeweiligen Systems.

Die Inventx stellt sicher, dass diese Komponente auf den definierten Systemen installiert, jederzeit korrekt konfiguriert und die Sammlung der Metriken sichergestellt ist.

gefahr

Wird die Installation und/oder die Konfiguration des Monitoring Agenten bewusst oder unbewusst, durch Eingriffe Dritter, verändert oder beschädigt, kann Inventx die im Service definierten Leistungen nicht mehr erbringen.

Time Series Database

Die, durch den Monitoring Agent, gesammelten Metriken werden in die Time Series Database (TSDB) geschrieben und während 13 Monate aufbewahrt. Die TSDB ist für die Speicherung und Aufbewahrung von Metriken optimiert und gewährleistet eine performante Bereitstellung der Daten.

info

Damit der Monitoring Agent die gesammelten Metriken an die TSDB senden kann, muss die IP-Adresse 10.94.12.36 und der Port 443 erreichbar sein.

Query Engine

Die Query Engine stellt umfangreiche Möglichkeiten dar, um Metriken aus der TSDB zu visualisieren, analysieren, alarmieren und über verschiedene Kontaktpunkte zu notifizieren.

info

Die Query Engine ist über die URL https://monitoring.ixcloud.ch erreichbar und folgt dem ix.Cloud Berechtigungskonzept.

Default Metrics & Dashboard

Beim Aktivieren des Addons werden die nachstehenden benutzeroptimierten Metriken aktiviert und in die TSDB geschrieben:

  • CPU
  • Memory
  • Harddisk
  • Network
  • Services

Custom Metrics & Dashboards

Zusätzlich zu den Default Metrics & Dashboard können eigene Metriken definiert und konfiguriert werden. Dies ermöglicht es, kundenspezifische Metriken von Anwendungen und Dienste in die TSDB zu schreiben. Mittels Query Engine lassen sich diese Metriken individuell und nach eigenem Wunsch aufbereiten und visualisieren.

tipp

Für die Konfiguration des Agenten stehen auf Github eine Grosszahl verschiedener Plugins zur Verfügung: https://github.com/influxdata/telegraf/tree/release-1.24/plugins

Custom Alerts & Notifications

Auf Basis der gesammelten Metriken lassen sich, mit der Query Engine, individuelle Alarmierungen einrichten und über einen präferierten Kommunikationskanal benachrichtigen.

Interfaces to Notification Channels

Die Query Engine bietet, für die Benachrichtigungen, Schnittstellen zu folgenden handelsüblichen Tools:

  • E-Mail / SMS
  • Teams
  • Slack
  • Webhooks
  • Ops-Genie
  • Kafka
  • Telegram

Notification Channels

Die Benachrichtigungskanäle sind nicht Bestandteil des Services, sondern müssen durch den Kunde Bereitgestellt werden.

Software Deployment

Mit Hilfe der Software Deployment Funktion kann die Bereitstellung und Installation von Software automatisiert und via Portal von einer zentralen Stelle aus verwaltet werden. Dank der zentralen Steuerung der Softwareverteilungsprozesse kann eine homogene und resiliente Plattform sichergestellt werden.

Die Standardisierung der Softwareausstattung auf Server ist ein entscheidender Schritt, um die Sicherheit der Systeme zu gewährleisten und dabei den Aufwand wie auch die Kosten zu optimieren.

Dieses Addon ist optional und kann nur auf durch Inventx bereitgestellten Windows-Betriebssysteme aktiviert werden. Die nachträgliche Deaktivierung des Addons ist nicht möglich.

gefahr

Damit Inventx die im Addon "Managed-OS" definierten Leistungen ordnungsgemäss ausliefern kann, darf folgende Software nicht durch den Kunden verteilt werden:

  • Windows Updates (dies beinhaltet Windows Security Patches, Windows Feature Updates und Windows Rollup Updates)
  • .Net Updates
  • Splunk Universal Forwarder
  • McAfee Agent
  • Zabbix Agent
  • Snow Agent
  • Telegraf Agent
  • Microsoft Defender
  • Azure Connected Machine Agent

Service Architektur

Software Deployment Service Architektur
Bild: Software Deployment Service Architektur

Service Umfang

Tabelle: Software Deployment Service Umfang
Leistungsmerkmale
Shared Repository
Private Repository
Virus Scan
Automatic Update
Scheduled Deployment

Service Optionen

Die folgenden Kapitel beschreiben die einzelnen Optionen des Addons Software Deployment.

Shared Repository

Über das Shared Repository stellt Inventx auserwählte Software-Pakete ix.Cloud weit zur Verfügung. Folgende Software-Pakete werden über die Shared Repository allen Kunden zur Verfügung gestellt:

  • 7-Zip
  • Adobe Reader
  • Git
  • Google Chrome
  • Microsoft Edge
  • Mozilla Firefox
  • Notepad++
  • Postman
  • Visual Studio Code
info

Die Software-Pakete in der Shared Repository haben die Option Automatic Update aktiviert.

Private Repository

Als Ablage der kundeneigenen Software-Pakete dient das Private Repository. Um Software-Pakete in dieser Repository abzuspeichern, kann entweder ein Transfer von der Community Repository des Herstellers oder ein Upload vom lokalen Computer durchgeführt werden.

Beim Upload vom lokalen Computer werden die Software-Pakete vor dem Abspeichern auf Viren geprüft (siehe Virus Scan).

tipp

Bei Software-Pakete aus der Community Repository des Herstellers kann die Option Automatic Update aktiviert werden.

Virus Scan

Als Schutz vor Malware werden dir Software-Pakete beim Upload mittels Viren-Scan auf Viren geprüft. Bei Identifikation eines Virus wird der Benutzer benachrichtigt und der Upload abgebrochen.

Automatic Update

Die Option Automatic Update kann ausschliesslich auf Software-Pakete aktiviert werden, die aus der Community Repository des Herstellers stammen. Auf Software-Pakete, die vom lokalen Computer hochgeladen wurden, kann diese Option nicht aktiviert werden.

Software-Pakete, auf denen diese Option aktiviert ist, werden wöchentlich am Sonntag um 01:00 Uhr gegen die Community Repository des Herstellers auf neuere Versionen geprüft. Sind neuere Versionen verfügbar, werden diese automatisch heruntergeladen und verfügbar gemacht. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass im Portal veraltete Installationen hervorgehoben werden und mit wenige Klicks aktualisiert werden können.

Scheduled Deployment

Ein Deployment kann zeitlich geplant werden. So können Installation, Aktualisierung oder Deinstallation von Software auch während der Nacht durchgeführt werden.

Software und Release-Zyklen

Linux Software

Auf den Linux-Systemen werden grundsätzlich die unten aufgeführten Software-Repositories über das ManagedOS Addon eingebunden und anhand des Update-Prozesses mitberücksichtigt. Falls das EDR Addon auf der VM aktiviert ist, wird zusätzlich das Linux Software Repository von Microsoft miteingebunden. Von diesen Software-Repositories kann jederzeit Software auf dem Zielsystem installiert werden.

Tabelle: Repos auf Linux Systemen
Linux Version Repos
RHEL 8
  • BaseOS, Appstream, CodeReady Linux Builder, EPEL*
  • Microsoft Software Repository (bei aktiviertem EDR Addon)
RHEL 9
  • BaseOS, Appstream, CodeReady Linux Builder, EPEL*
  • Microsoft Software Repository (bei aktiviertem EDR Addon)
RHEL 10
  • BaseOS, Appstream, CodeReady Linux Builder, EPEL*
  • Microsoft Software Repository (bei aktiviertem EDR Addon)
AlmaLinux 8 BaseOS, Appstream, EPEL*
AlmaLinux 9 BaseOS, Appstream, EPEL*

* Das EPEL-Repository (Extra Packages for Enterprise Linux) ist ein zusätzliches Paket-Repository, das speziell für Enterprise Linux-Distributionen wie Red Hat Enterprise Linux (RHEL), AlmaLinux und Fedora entwickelt wurde. Es bietet eine Vielzahl von zusätzlichen Open-Source-Paketen, die nicht in den Standard-Repositories dieser Distributionen enthalten sind. Das EPEL-Repo ist ein 3rd Party Software-Repo, für das die Grundsätze des Kapitels “Umgang mit 3rd Party Software” gelten.

Windows Software

Nebst den gängigen Installationsverfahren für Software auf Windows (z.B. mit Adminrechten), steht zusätzlich das Software Deployment AddOn im Self-Service zur Verfügung, um Software auf einem Windows System installieren zu können. Für diese Software gelten die Grundsätze des Kapitels “Umgang mit 3rd Party Software”

Umgang mit 3rd Party Software

Zum Umgang mit 3rd Party Software gelten folgende Grundsätze:

Mit Administratoren- bzw. Root-Rechten ist es jederzeit möglich 3rd Party Software oder Pakete zu installieren oder eigene Software-Repositories einzubinden. Für diese Software liegt die Verantwortung, das Releasemanagement und die Auswirkungen auf den Betrieb vollumfänglich beim Kunden.

Wenn durch den Einsatz von 3rd Party Software der ManagedOS Service beeinträchtigt wird, ist der entsprechende SLA ausser Kraft gesetzt. In diesem Fall kann Inventx weder die Funktionsfähigkeit der 3rd Party Software noch einen stabilen ManagedOS-Betrieb gewährleisten. Im Extremfall kann dies dazu führen, dass die komplette betroffene VM ab Backup durch den Kunden selbst oder durch Inventx im Auftrag des Kunden wiederhergestellt werden muss. Mehraufwendungen seitens Inventx aufgrund solcher Vorfälle sind nicht Teil der Geschäftlich Service-Leistungen von Inventx und sind durch den Kunden nach effektivem Aufwand zu vergüten.

Betriebssystem- und Software Release-Zyklen

Die Windows und Linux Major Betriebssystem Release-Zyklen sind grundsätzlich auf 10 Jahre ausgelegt, d.h. in dieser Zeit werden die Systems Management Services inkl. Software-Updates über das ManagedOS Addon zur Verfügung gestellt, welche der Kunde übers Portal für die entsprechende VM konfigurieren kann. Nach diesen 10 Jahren ist das Betriebssystem nicht mehr unterstützt und es stehen keine neuen Updates zur Verfügung und die Systems Management Services werden für diesen Betriebssystem-Release nicht mehr weiterentwickelt. Der Kunde ist selbst in der Verantwortung, vor Ablauf dieser 10 Jahresfrist eine neue VM mit einem neueren Major Betriebssystem-Release zu bauen und seine Applikation zu migrieren. Es werden keine Inplace-Upgrades auf eine neueren Major Betriebssystem-Release auf derselben VM angeboten (z.B. von RHEL 9 auf RHEL 10 oder Windows Server 2022 auf Windows Server 2025). Falls der Kunde selbst einen Inplace-Upgrade durchführt, muss er dafür besorgt sein, dass alle Systems Management Services weiterhin auch auf dem neuen Major Betriebssystem-Release einwandfrei funktionieren. Werden durch den Inplace-Upgrade des Kunden auf einen höheren Major-Release die Systems Management Services beeinträchtigt, dann behält sich die Inventx vor, diese Services für die entsprechende VM abzukündigen.

Support über diese 10 Jahre hinaus z.B. anhand von Extended Lifecycle Support (ELS) bei RHEL oder Extended Security Updates (ESU) bei Windows wird grundsätzlich nicht angeboten. In Ausnahmefällen kann dies über spezielle Vereinbarungen mit dem Kunden trotzdem geschehen. Es gelten dort jedoch die vom Hersteller beschriebenen Bedingungen und es kann nicht garantiert werden, ob die Systems Management Services weiterhin in gleicher Qualität erbracht werden können. Ebenfalls hat dies allfällige Mehrkosten zur Folge.

Neben den 10-Jahres Major Betriebssystem Release-Zyklen gibt es innerhalb von RHEL auch noch Appstream Release-Zyklen. D.h. man kann über das Appstream Repository diverse Applikationen in verschiedenen Major Versionen installieren (z.B. PostgreSQL 13,15 und 16 oder .NET 6,7 und 8 usw..). Die Verantwortung dieses Major Release-Managements obliegt dem Kunden, da er die entsprechenden Channels auf dem System je nach seinem Bedarf aktivieren kann. Der Update-Prozess des ManagedOS Addons berücksichtigt nur Upgrades innerhalb des aktivierten Major Releases und nicht auf einen höheren Major-Release. Es ist hier zu beachten, dass Appstream Release-Zyklen oft kürzer sind als 10 Jahre im Vergleich zum Betriebssystem Release-Zyklus. Die genauen Angaben zu allen Release-Zyklen sind jeweils beim entsprechenden Hersteller publiziert